Eddie would go.

Yoga & Surf
10/02/2018
Surfen auf Teneriffa: Spotcheck
09/03/2018
Show all

Eddie would go.

Eddie Aikau (Hawaiian Hero)

Der Beginn der Waiting Period des diesjährigen „Eddie“ steht kurz bevor, wir haben einen El Niño Winter und die Forecasts für denselbigen sehen beisher ziemlich stark aus. Es kann also gut sein, dass das Event in diesem Jahr tatsächlich stattfindet. Ihr fragt euch jetzt vielleicht „Warum die ganze Aufregung?“ und „Wer in aller Welt ist Eddie?“, aber keine Sorge. Hier werdet ihr mit den wichtigsten Infos versorgt!

Das Quicksilver Big Wave Invitational in Memory of Eddie Aikau wird als das ursprüngliche Big Wave Surf Event gehandelt. Es ist ein Ein-Tages-Event in Oahu’s Waimea Bay, welches nur stattfindet, wenn die Wellenhöhe ein Minimum nach hawaiianischem Maß von 20 Fuß (ca. 6 Meter), also 40 Fuß (ca. 12 Meter) Gesamthöhe, erreicht. Dies sind genau die Bedingungen, an denen Eddie Aikau, eine hawaiianische Legende, bekannt nicht nur für seinen Mut und seine Fähigkeiten im Big Wave Surfen, sondern auch für seinen Respekt für den Ozean und seine Heldentaten als Rettungsschwimmer, das Surfen in Waimea am meisten Spaß bereitet hat. Das Event hat eine drei-monatige Waiting Period vom 1. Dezember 2015 bis zum 29. Februar 2016 und wird nur unter den genannten Bedingungen abgehalten werden.

Edward Ryon Makuahanai „Eddie“ Aikau wurde ma 4. Mai 1946 auf Maui geboren. Später zog er dann zusammen mit seiner Familie nach Oahu, wo er 1968 der erste Lifeguard an der North Shore wurde. In seiner Zeit als Rettungsschwimmer führte er mehr als 500 Rettungsmissionen durch, teilweise in Wellen von 20 Fuß und mehr. Nicht ein Leben wurde unter seiner Aufsicht verloren. Neben seinem Mut als Lifeguardwurde Eddie Aikau auch für sein Können im Big Wave Surfen bekannt. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere im Jahr 1977 gewann er schließlich den renommierten Duke Kahanamoku Invitational Surfing Championship.

Eddie engagierte sich zudem für den Erhalt der hawaiianischen Kultur. Im März 1978, i Alter von 31 Jahren, wurde er als Crewmitglied auf der Hokule’a, einem zweirümpfigen langstrecken Reisekanu, ausgewählt. Die Hokule’a sollte in 30 Tagen die rund 2500 Meilen weite historische Route der polynesischen Migration zwischen Hawaii und Tahiti zurücklegen. Kurz nach Verlassen des Hafen schlug sie jedoch Leck und kenterte schließlich in einem Sturm etwa 12 Meilen vor der Küste von Molokai. In dem Versuch Land und somit Hilfe für die restliche Crew zu erreichen, verließ Eddie mit seinem Surfboard das gekenterte Boot und paddelte in Richtung Lanai. Stunden später wurden die Schiffsbrüchigen zufällig von einem Flugzeug entdeckt und schließlich von der Küstenwache gerettet. Die darauf folgende Suche nach Eddie gilt als größte Luft- und Wasser-Suchaktion der hawaiianischen Geschichte, er wurde jedoch niemals wieder gesehen.

Der Ausspruch „Eddie Would go.“ entspringt wohl dem ersten „Eddie“ contest. Aufgrund der sehr hohen Wellen und extrem riskanten Bedingungen überlegten die Organisatoren den Contest abzusagen. Surf Legende Mark Foo sah sich währenddessen die Bedingungen an und sagte „Eddie would go.“ und das Event fand statt. Der Ausdruck ist seither eng mit Waimea und dem Eddie Invitational verbunden.

Der „Eddie“ hat seit seiner Initiierung nur insgesamt acht Mal stattgefunden. Unter den Gewinnern befinden sich Namen, wie Clyde Aikau (Eddies jüngerer Bruder), Bruce Irons, Kelly Slater und Greg Long. Der Contest läd insgesamt nur 28 Teilnehmer ein und die einzige Möglichkeit Wellen zu bekommen ist sie anzupaddeln, Tow-in Surfen mit dem Jetski ist ausdrücklich nicht erlaubt. Die diesjährigen Einladungen gingen unter anderem raus an Bruce Irons, Clyde Aikau, Garrett McNamara, Grant „Twiggy“ Baker, Greg Long, Jamie O’Brien, John John Florence, Kelly Slater, Makua Rothman, Peter Mel, Reef McIntosh, Shane Dorian and Sunny Garcia.

Unten könnt ihr euch sowohl den Trailer für die Dokumentation „Hawaiian: The Legend of Eddie Aikau“, als auch den Trailer des diesjährigen Eddie Invitational anschauen.

Es können keine Kommentare abgegeben werden.