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Egal wo auf der Welt sie an Land rollen, Wellen entstehen immer gleich. Aber wie eigentlich?

Windsee

Durch starken Wind der die Wasseroberfläche in Unruhe versetzt, entsteht auf dem offenen Ozean eine sogenannte „Windsee“, d.h. Wellenberge und Wellentäler. „Der Teil der Welle, der oberhalb des Ruhewasserspiegels liegt, wird als Wellenberg bezeichnet. Die Position der höchsten Auslenkung ist der Wellenkamm Der Teil der Welle der unterhalb des Ruhewasserspiegels liegt, ist das Wellental.“

welle3

Abhängig von:

  • Streichlänge (Fetch/F = Einwirkungsdistanz des Windes an der Wasseroberfläche),
  • Windgeschwindigkeit (U) und
  • Winddauer (Dmin = sogenannte „Ausreifzeit des Seegangs“),

variieren die Wellen in ihrer:

  • Wellenhöhe,
  • Wellenlänge,
  • Periodendauer und
  • Wellenfortschrittsrichtung.

Je größer eine der Einflussgrößen (F,U,Dmin), desto größer die Wellen.

An Pfützen kann man das Prinzip der Wellenentstehung durch Wind beobachten: Wenn Wind hineinpustet entstehen Verwirbelungen und das Wasser wird in Windrichtung davon geschoben. Dieses Phänomen ist das Gleiche wie auf dem Ozean.

Wenn die Windsee das „Windeinflussgebiet“ verlässt, ist es die Gravitationskraft, die die Wellen ordnet, bevor sie an Land rollen. Dabei kommen Wellen, die weit draußen auf dem Meer entstehen, „besser sortiert“ an Land an, als Wellen die nah an der Küste entstehen.

Dünungshügel oder Swell

Angetrieben durch den Wind reisen die Dünungshügel nun durch den Ozean und es entstehen sogenannte Dünungszüge (Sets). Es bilden sich Bereiche mit Pausen (Setpause) und Bereiche mit Wellen (Set), d.h. Dünungszügen mit einer bestimmten Wellenanzahl.

set

„Das ganze Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Radsport, der erste strampelt, die anderen fahren im Windschatten und es bilden sich Gruppen.“

Die Welle „strandet“

Nach einer gewissen Zeit treffen die Wellen aufs Land. Sie rollen heran, der Abstand zwischen Welle und Untergrund wird geringer, sie türmen sich auf, werden steiler, „bis die Oberflächenspannung am Wellenkamm überwunden wird, die Orbitalbewegung ihre charakteristische Form verliert und aus der Wellenkontur austretendes Wasser in den Vorderhang fällt“. Die Welle bricht.

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