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Welt-Anti-Doping-Agentur nimmt jetzt auch Surfer unter die Lupe

doping

Die Association of Surfing Professionals (ASP) unterzieht sich dieses Jahr während der Gold Coast Surf-Weltmeisterschaft 2012 in Australien den ersten Dopinguntersuchungen. Damit bezweckt die ASP dem schlechten Image der Surferkultur ein Ende zu setzen. Bis jetzt wurde die Welt der Surfer mit Strandparties und dem Konsum von weichen und zum Teil auch harten Drogen in Zusammenhang gebracht.

Dass viele berühmte Profisurfer Drogen nehmen, ist kein Geheimnis. Der Amerikaner Peter Davi starb 2007 während er surfte auf Grund von Methamphetaminkonsum. Anthony Ruffo, der wegen Drogenhandel festgenommen wurde, gestand offen, dass er und seine Surferfreunde sich als Rebellen betrachten im Vergleich zu den sauberen und tadellosen Surfern. Doch ist die ASP das Problem nicht angegangen bis im November 2010 der dreimal Weltmeister Andy Irons an einem Herzstillstand starb. Nach der Autopsie stellte sich heraus, dass sein Blut Reste von Anxiolytika, Methadon und Kokain enthielt. Infolgedessen müssen sich jetzt auch Profisurfer an die Richtlinien der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) halten.

Der Surfstar und elfmal Weltmeister Kelly Slater (40) zeigte sich einverstanden mit den neuen Massnahmen. Obwohl er der Meinung ist, dass Substanzen zur Potenzierung der Leistungsfähigkeit beim Surfen wenig effektiv sind, im Vergleich zu anderen Sportarten, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. “Beim Surfen spielt eher die Entscheidungsfähigkeit und Geschicklichkeit eine Rolle”, erläuterte er zu Beginn einer Welttournee bei der die ersten Dopinguntersuchungen vorgenommen werden sollen.

Doch wird die WADA die Wassersportler nicht nur auf Doping, also legale Substanzen, sondern auch auf Drogen untersuchen. Slater hat diese zweiten Untersuchungen schon immer empfohlen. Für ihn stellen die Kontrollen jedenfalls kein Problem dar. “Ich mache mir da keine Sorgen”, versicherte Slater.

Auch Randy Rarick äusserte sich positiv zu den neuen Massnahmen. “Wir unterstützten die weltweite Verbreitung der Botschaft, dass die Welt der Surfer immer professioneller wird”. Einige Surfer sind allerdings mit den neuen Antidopingmassnahmen nicht gerade zufrieden, doch öffentlich zeigt sich keiner kritisch.

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