featured-sun-wave
Wie bildet sich eine zum surfen geeignete Welle?
25/10/2011
worldmap
Surf gibt der Wirtschaft eine Chance
23/11/2011
Show all

Surfen am Qiantang Fluss in der chinesischen Stadt Hangzhou

china-wave

Zwischen riesigen Wolkenkratzer entstehen jedes Jahr im Herbst am Qiantang Fluss, in der chinesischen Stadt Hangzhou (Osten Chinas) kolossale Wellen, die zahlreiche Neugierige und natürlich auch Surfer aus der ganzen Welt anziehen. Die Chinesen bezeichnen diese beeindruckende Flutwelle als silbernen Drachen. Dieses Jahr erreichte die Springflut sogar zehn Meter Höhe. Ein Taifun sorgte dafür, dass der sogenannte silberne Drachen mit einer besonders extremen Wucht tobte, so dass es sogar zu Verletzungen bei einigen der Zuschauer kam.

Die Gezeitenwelle -oder auch Bore genannt- des Qiantang Flusses ist eine der eindrucksvollsten der Welt und kann bis zu 11 Kilometer den Fluss entlangziehen. Dabei erreicht die Flut eine Geschwindigkeit von bis zu 40 Stundenkilometer.

Die chinesische Regierung erlaubte in 2007 zum ersten Mal das Surfen der Flutwelle in der Bucht von Hangzhou. Davor war es streng verboten ins Wasser zu gehen, während die Bore flussaufwärts entlangrollte. Doch lädt seit 2007 das Regime Profis und Extremsportler ein, um die Riesenwelle zu reiten.

Dieses Jahr waren unter den Gästen Jamie Sterling, Mikala Jones, Robert Wingnut Weaver und Mary Osborne. Osborne wurde damit zur ersten Frau, die auf dem silbernen Drachen mit ihrem Brett ritt.

Die ausserordentliche Flutwelle am Qiantang Fluss zählt zu einem der berühmtesten Wunder der Natur, das auf die Gravitation zurückzuführen ist. Dabei wirken auch die Zentrifugalkraft, die durch die Rotation der Erde entsteht, Gezeiten und Mondkalender zusammen mit der Verengerung des Flusses an der Hangzhou Bucht.

Die Tradition der Flutwelle zuzuschauen geht 2.000 Jahre zurück. Eine der bekanntesten und beliebtesten Stellen dafür befindet sich in der kleinen Stadt von Yanguan, an der der Qiantang Fluss vorbeifliesst. Die Stadt von Yanguan ist auch wegen ihrer reichen Kultur und Vielfältigkeit sehenswürdig. So ist zum Beispiel die Besichtigung des Meeresgotttempels sowie der Wohnsitz von Chen Yuanlong, einer der berühmten Ministerpräsidenten der Qing Dynastie empfehlenswert.

Eine unserer Schülerinnen teilt in ihrem Blog mit euch allen ihre persönlichen Erfahrungen vom letzten Sommer in unserem Surfcamp in Teneriffa.

2 Comments

  1. Din sagt:

    Wow, das nenne ich mal einen ungewöhnlichen Ort zum Surfen. Ich habe vor einiger Zeit eine Reportage von Surfern in Gaza Stadt gesehen. Sehr beeindruckend wenngleich auch bedrückend. Aber sie haben tolle Wellen und einen wirklich schönen Strand.

    Liebe Dank für die Verlinkung.

  2. karo sagt:

    Verrückt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.